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Unsere Meeris und Joey
Unser Chamaeleon
   
 


ACHTUNG: Aus aktuellem Anlass weisen wir darauf hin, dass Chamäleons artgeschützte Tiere sind. Nehmt bitte davon Abstand, ein Tier ohne Herkunftsnachweis zu erwerben. Fragt vor einem Kauf nach diesen Papieren, denn ein Chamäleon ist als artgeschütztes Reptil meldepflichtig!  Laßt euch persönliche Daten des Verkäufers geben und prüft diese im Nachhinein auf deren Richtigkeit!

Joey ist vom Stamme der "Chamaeleo Calyptratus" (Jemen- Chamäleon), welche in der Haltung "einfacher" als andere Arten sind. Man sollte aber nicht dem Irrglauben erliegen, daß das Halten eines Chamis für Einsteiger einfach ist. Für uns ist es ganz wichtig zu empfehlen, vorher wirklich alle erdenkliche Literatur zu lesen und verschiedene Meinungen zur Haltung verschiedener Gattungen einzuholen, bevor man sich für die Chamäleon- Haltung entscheidet. Die verschiedenen Untergruppen der Chamis haben sehr unterschiedliche Haltungsanforderungen in Puncto Temperatur und Luftfeuchte im Terra. Man sollte vor dem Erwerb eines Chamäleons sicherstellen können, dass diese Bedingungen auch vorhanden sind. Also: niemals Terra und Tier zusammen erwerben! Jeder gute Züchter sollte einen Laien als Käufer zumindest darauf verweisen. Nach Kauf des Terrariums erst mindestens zwei Wochen austesten, ob die räumliche Umgebung den Haltungsbedingungen des gewünschten Tieres auch dauerhaft zuträglich ist.
Hierbei ist auch noch zu beachten, daß das Halten eines Weibchens für Anfänger absolut nicht zu empfehlen ist. Um  Legenot zu vermeiden - sie legen auch unbefruchtete Eier ab-  muß ein Weibchen besondere Bedingungen im Terra vorfinden, die ein Laie sicher nicht sofort bieten kann!
Und nicht zu vergessen: Chamäleons sind keine Kuscheltiere, sondern Reptilien. Ob sie den Kontakt zum Menschen suchen entscheiden sie selbst, nicht wir.

private Eckdaten:
Unser Joey -seines Zeichens "chamaeleo menschenscheu"- lebt nun in einem selbst gebauten Terra mit der Größe l/b/h 80/80/140 cm. Kleiner sollte es bei seiner derzeitigen Gesamtlänge von ca. 40 cm nicht sein.
Joey lebt schon seit September 2006 bei uns und hat nun das Alter von stolzen 3 Jahren erreicht. Er kam als kaum 3 monatiger Bube zu uns und hat uns bis jetzt schon einige Nerven gekostet. Wir haben in unserer alten Wohnung ein neues Terra gebaut, das alte aus Vollverglasung wurde ihm merklich zu unbequem. Also bauten wir in das neue Terra oben eine Luke mit ein, die ihm ein "Aussteigen" auf einen Ast an der Decke unseres damaligen Wohnzimmers ermöglichte. Das Problem: er ging nicht mehr zurück... Nach meist etwa fünf Tagen mußten wir ihn vom Ast greifen, um ihm Futter und Wärme im Terra wieder zukommen lassen zu können. Da das für ihn und uns keine schöne Angelegenheit war, verwehren wir ihm nun in der neuen Wohnung seinen "Freigang". Es dauerte etwa zwei Wochen, bis er uns das und den Umzug verziehen hat und seither wieder sehr aktiv im Terra unterwegs ist. Allerdings nutzt er an schönen sonnigen Tagen gerne den Stock, den wir ihm als "Abstiegshilfe" auf die Schulter anbieten. Dann kann er sich auf dem Balkon ein lang dauerndes Sonnenbad genehmigen.  
Zu seiner Erleichterung, die Lebensumstände in seinem neu erbauten Terra zu  bewältigen, haben wir einen oberen Bereich eingerichtet, wo er unabhängig vom Wohnraumlicht seine Schlafstelle im Dunkeln selbst wählen kann. Mittlerweile hat sich Joey aber dazu entschlossen, seine nächtlichen Ruhephasen unabhängig von unseren Vorstellungen selbst frei zu planen. In letzter Zeit nutzt er immer öfter seine Möglichkeit, nach Abschaltung des Terra- Lichts nach unten zu kommen, um noch länger mit uns wach bleiben und alles beobachten zu können. 

Das Chamäleon:
° Fast jeder Mensch weiß um die Fähigkeiten eines Chamäleons, sich zu tarnen. Doch kaum jemand weiß, dass die Tarnung dabei Nebensache ist: der Farbwechsel eines Chamäleons dient hauptsächlich der Kommunikation mit Artgenossen...
Um uns den Speicherplatz für die wissenschaftliche Erklärung auf unserer Homepage zu sparen möchten wir alle Interessierten auf unsere Verlinkung hierzu verweisen.
° Der Irrglaube der meisten Menschen geht dahin, dass Chamis ihre Zunge im Rachenraum aufgerollt halten, bis diese zum Beutefang nach aussen schnellt. Nein, die Zunge eines Chamis ist gestaltet wie ein Muskelschlauch, der über das Zungenbein im Rachenraum gezogen wird, bis der Bedarf zum Ausbringen vorhanden ist. So kann dieser Muskelschlauch in Sekundenbruchteilen zum Beutefang vorschnellen. 
° Fälschlicherweise glauben auch viele, dass die Zunge eines Chamis klebrig ist. Das stimmt natürlich nicht: Auf der Zunge bildet sich ein Sekret, das das Beutetier bei Zusammenziehung der  Muskeln der Zungenspitze festhält. Vergleichbar hierzu ist das physikalische Geschehen, wenn ein Torwart beim Hand- oder Fussball mit seinen Noppenhandschuhen den Ball greift. Hält der Keeper den Handschuh nur hin, prallt der Ball ab. Greift er aber mit den Muskeln seiner Finger zu, kann der Ball (meist) nicht mehr auskommen. 

Beschaffenheit Terra:

° Der Bodengrund sollte sorgfältig dem Alter und der Größe des Tieres entsprechend gewählt werden. Ein Chamäleon "schießt" seine Beute mit seiner Zunge. Selbst gesunde Chamis können manchmal "Fehlschüsse" absolvieren, was nicht weiter bedenkenswert ist. Fälschlicherweise kann es dabei ein Stück vom Bodengrund treffen und als "Beute" aufnehmen. Der Grund muss also so gewählt werden, das das Chami beim "Fehlschuss" nicht daran ersticken kann. Hier empfehlen wir, die Größe der Rindenschnipsel des Untergrundes mindestens gleichgroß den Beutetieren zu wählen.
° Ein Chami braucht Klettermöglichkeiten und genügend Pflanzengestrüpp, um sich verbergen zu können. Die Äste und Zweige sollten definitiv dicker sein als euer neuer Kamerad mit seinen "Greifern" umfassen kann. Ist das nicht so, kann sich euer Chami durch die eigenen Krallen selbst verletzen. Bei Neueinrichtung eures Terras achtet also bitte darauf, dass das Chami die Äste maximal zur Hälfte umgreifen kann, denn das Wachstum bleibt nicht aus... Um dem Tier einen möglichst stressfreien Lebensraum zu gewährleisten sollte man so wenig wie notwendig darin eingreifen.
° Es bietet sich an, Pflanzen aus Plastik im Terra zu verbauen. Die meisten Pflanzen sind Gift für Chamis und auch die ungiftigen sind meist chemisch behandelt. Wer das Glück hat sich ungespritzte Pflanzen zulegen zu können sollte schon mal eine Pflanze zum Wohle seines Tieres einbringen. Chamaeleons schnappen gerne mal nach einem grünen Blatt... Empfehlung unsererseits: ungespritzte /ungedüngte Ficus Benjamini. Eignen sich hervorragend - bitte Zweig-/Aststärke beachten - als Futterergänzung und zum Klettern. 

Ernährung:
Als Laie in der Reptilienhaltung kann einen schon mal die Angst überkommen, daß man die Beutetiere zu groß eingekauft hat, man falsch oder einseitig füttert, das geliebte Haustier das Futter gar nicht annimmt ... usw. Hier machen wir den Ängsten ein Ende: wer nicht weiß, wie und womit sein Reptil gefüttert werden muß hat sich sehr schlecht vorab informiert! Erst informieren, dann Haltung wagen!
Ein Chamäleon hat keine Zähne, aber sehr viel Kraft im Kiefer. Daher kann es auch Beutetiere größer seiner seitlichen Maulöffnung "verwursten". In der Regel ist es für euer Chami besser, größere Beutetiere zu bekommen, damit sich das Kauwerkzeug weiterentwickeln kann. Gibts stets nur kleinere Beute zu futtern, kommt euch das bald nicht nur beim Einkauf der Beutetiere sehr teuer zu stehen...
Im Entwicklungsstadium verfütterten wir Grillen und kleinere Heuschrecken, die wir vorher mit einem Vitaminpräparat bestäubten. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten für eine gesunde Ernährung eures Reptils ( Siehe "Tipps zur Fütterung" im Anhang )... Wir raten jedem zartbesaiteten Chami- Halter davon ab, gelegentlich Wachsmaden zu verfüttern. Das ist zwar eine sehr fettreiche Nahrung für Chamäleons, aber Wachsmaden haben auch klein schon sehr scharfe Kiefer. Damit sie euer Chami nicht nach dem Verzehr innerlich verletzen können, müssen den Maden vor Verfütterung die Kiefer mit einer Pinzette gebrochen werden.
Futtertiere sind meist "leere Hüllen" ohne Nährstoffe für euer Reptil. Also kommt es natürlich auch auf die richtige Fütterung der Beutetiere an. Dazu mehr unter "Tipps zur Fütterung"...
° Chamis nehmen die täglich für sie notwendige Wassermenge über die Haut auf. Daher ist es wichtig, die Rahmenbedingungen (Luftfeuchte und Temperatur) zur artgerechten Haltung unbedingt einzuhalten. Wir können derweil von Glück reden: Joey nutzt das von uns in einer Schale bereitgestellte Wasser sehr gerne, obwohl die Rahmenbedingungen passen. Das ist bei Chamis wohl eher selten und wir sind ihm sehr dankbar für sein Entgegenkommen. 
  

Streß kann für Chamis in der "Kindheit" im wahrsten Sinne des Wortes tödlich sein. Daher sollte man darauf achten, daß das Tier keinem solchen ausgesetzt wird und auch seine nächtliche Ruhezeit  ungestört erhält.


Wir arbeiten weiter an der Ergänzung unserer Site.

Weitere Tipps gibts demächst unter
http://www.razyboard.com/system/user_Astalavista.html