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Unsere Meeris und Joey
Unser Chamaeleon
   
 


Die Haltung von Meerschweinchen ist relativ einfach. Man sollte aber vor dem Erwerb genau abwägen, warum man sich welche halten möchte. Es sind zwar niedliche Tiere, sollten aber immer mindestens zu zweit gehalten werden, da sie auch vereinsamen können. Und nicht zu vergessen: Meeris sind Fluchttiere: sie werden zwar handzahm, flüchten aber trotzdem bei ungewohnten Geräuschen und schnellen Annäherungen in sichere Verstecke. (Daher sollte man sich vorher sorgfältig über die Größe des Käfigs Gedanken machen, damit die Meeris genug Auslauf haben). Der Versuch, Meeris von oben zu greifen wird immer mit der Flucht der Tiere enden, da dies in der freien Natur die Angriffsrichtung der natürlichen Feinde ist. Somit muß man -wenn man eines knuddeln will- schnell und beherzt zupacken.
Viele Halter und Züchter schwören auf Böckchen- Gruppen, wir allerdings haben recht gute Erfahrungen mit unserer "Sau"bande gemacht. Dabei hat sich herausgestellt, daß -je mehr wir zusammen gesetzt haben- die Rangesstreitereien abgenommen haben. Ebenso haben wir lernen müssen, dass es sog. Friseur- Meeris gibt, die den anderen manchmal das Fell stutzen. Das ist aber kein unnormales, eher ein selteneres Verhalten einiger Tiere.
Manche Meeris  -bei uns hatte Lorraine das Problem- fangen gelegentlich an zu quieken und wie wild rumzurennen. Dann versuchen sie sich in die Flanken zu beißen und schütteln sich wie verrückt. Meist sind es Hautparasiten (sog. Haarlinge), die in unserem Falle von einem nicht auf die anderen Tiere übertragen wurden. Bei fortwährendem Anhalten dieses Zustandes sollte der Tierarzt Ihres Vertrauens aufgesucht werden.
 Gewicht:
Wir wiegen unsere Mädels ca. alle vier Wochen, um die Gewichtszunahme zu kontrollieren. Es gibt keine Regelung dafür, aber wir stellten eine Zunahme im ersten Jahr von etwa 200gr pro Mädel im Monat fest. Das Gewicht hat sich nun bei allen zwischen 860 und 1300gr eingepegelt und bleibt relativ konstant je Meeri.
Tipp: Die Tiere nicht zu oft zum Wiegen herausnehmen, sondern nur etwa monatlich für eine Langzeitstatistik. Es ist aber kein Muss, das liegt im Ermessen jedes Halters, ob er/sie eine Statistik führen möchte oder nicht. Das Wiegen kann aber dazu verhelfen, sich einen steten Überblick über den körperlichen Zustand jedes Tieres zu verschaffen.
Es ist nicht unbedingt besorgniserregend, wenn die Tiere über den Winter etwas abnehmen. 

Ernährung:

Wir verfüttern täglich einmal Stücken Obst und Gemüse auf dem Teller (Gurke, Karotte, Paprika, seltener Apfel) sowie Nager- Müsli (selbst gemischt) in zwei Futternäpfen. Paprika sollte unbedingt mitgefüttert werden, da diese auch im Ursprungsland der Meeris zur natürlichen und reichlich vitaminhaltigen Ernährung notwendig sind. Gurke hat kaum Nährwert für die Tiere, wird aber leidenschaftlich gern als Wasserergänzung von ihnen angenommen. Wir bemessen die Menge der Stückchen so, dass für jedes Mädel je 2-3  Stückchen zur Verfütterung stehen. Es fällt uns auch nicht schwer, den Mädels ihre Stückchen zuzuteilen, denn sie sind mittlerweile so zahm, dass sie vor dem Teller sitzen bleiben, bis jede ihr Stück per Hand dargereicht bekommt. In den Sommermonaten bekommen sie des Öfteren frischen Löwenzahn vom Feld, Karottenkraut, Bund- Petersilie oder auch mal Stangensellerie und getrocknete Maiskolben. Dann reduzieren wir aber die Beifütterung dementsprechend. Wasser und Heu sollten auf alle Fälle immer ausreichend zur Verfügung stehen.
Tipp: Die Fressnäpfe niemals in halbleerem Zustand  neu befüllen, denn die lieben Nager suchen sich immer zuerst die fetthaltigere Nahrung aus dem Futter heraus und lassen den Rest liegen. Erst wenn der Napf komplett leer ist sollte neu befüllt werden, damit nicht nur die fettigen Sachen in die Mägen der Kleinen kommen.  

Krankheiten:
Wir hatten in der Vergangenheit öfter mal gesundheitliche Probleme bei unseren Tieren. Meist waren es Haarlinge oder Augenentzündungen. Wenn man Tiere in größerer Anzahl hält ist natürlich immer ein Übertragungsrisiko untereinander dabei. Doch haben wir eine Entdeckung gemacht, die wir euch nicht vorenthalten wollen: nicht immer liegt es an den Tieren selbst.
Seit unserem Umzug verzichten wir auf den Kauf einer gewissen Marke Einstreu und haben uns für eine etwas teurere entschieden. Und siehe da: fast auf einen Schlag haben die Haut- und Fellprobleme unserer Mädels aufgehört! Wenn wir früher mindestens einmal die Woche mit mindestens einer zum Arzt rannten, mussten wir nun schon seit mehr als sechs Monaten nicht mehr was auch immer behandeln lassen!
Tipp: Bei der Haltung mehrerer Tiere in einem Gehege immer mindestens einen Reservekäfig bevorraten. Sollte ein Tier der Gruppe an Hautproblemen oder Fellausfall leiden, dieses getrennt unter Verwendung eines anderen Einstreus in Sicht- und/oder Rufweite der anderen halten und mit dem Tierarztbesuch noch etwas warten. Meist ergeben sich so schon vorher Problemlösungen, die man nicht für moglich halten sollte. Wenn sich aber innerhalb weniger Tage offensichtlich keine wesentliche Besserung einstellt weiß der Tierarzt eures Vertrauens noch immer die beste Therapie für das Tier. 

Pflege:

° Wir reinigen die Gehege einmal die Woche. Das sind immerhin fast 1000 Liter Einstreu im Monat... ;) Man sollte nicht abwarten, bis sich die Tiere mit einem strengen Geruch "melden", denn ein sauberer und geruchsfreier Käfig macht nicht nur die Tierhalter glücklich... Wir empfehlen hierbei den Kauf der etwas teureren Wasserflasche mit einem Stift im Tropfenrohr. Die Trinkflaschen mit Kugel werden bei Nutzung durch mehrere Tiere schnell undicht. Das austropfende Wasser wird dann vom Einstreu aufgenommen und festgehalten, was die Geruchsbildung beschleunigt.
° Nach einer nicht festgelegten Zeit bekommen fast alle eine Schock- Kurzhaarfrisur, damit sich das Fell erholen kann und Verfilzungen aus dem Fell verschwinden. Und die Haare wachsen sehr schnell nach ;) Versprochen...
° Krallenschneiden kann man lange hinauszögern, wenn man unter den Futternapf eine größere Ziegelsteinscheibe legt, an der sich die Tiere ihre Krallen unbewußt selbst abwetzen können.
Wir haben das Krallenschneiden nun selbst übernommen. Das kostet schon ein paar Tropfen Angstschweiß, ist aber kein Problem. Wir benutzen für die Krallen eine spezielle, selbstleuchtende Krallenschere, damit auch bei dunklen Krallen die Blutgefäße erkennbar werden. Man sollte den Schnitt immer mindestens zwei Millimeter vor der Krallen-Seele setzen, um Verletzungen zu vermeiden.

Reinigung: (unser Gehegeboden ist komplett mit Teichfolie verkleidet) 

°Nach Entfernung des alten Einstreus sollten zur Reinigung des Käfigs/Geheges nur warmes Wasser und ein Lappen verwendet werden. Wir trocknen danach den gesamten Innenraum mit Küchenrollen- Papier ab und lassen das Gehege noch kurz leer, bis wir  neues Einstreu zugeben.
° Nach Möglichkeit immer frisches Wasser zur Verfügung stellen und auch darauf achten, das Tropfrohr bei jeder neuen Befüllung der Flasche mit zu reinigen. Da nuckelt ja auch Gott und die Welt dran ;)
Tipp: Das Umfeld der Tiere ist massgeblich an ihrem Gesundheitszustand beteiligt. Also versucht erst einmal -noch vor den teuren Tierarztrechnungen- selbst Abhilfe zu schaffen.